„Will der Herr Graf tanzen, ich spiel ihm auf!“

Mit diesem Zitat von Figaro aus der Oper „Le nozze di Figaro“ („Die Hochzeit des Figaro“) von Wolfgang Amadeus Mozart lädt das Stadttheater Regensburg in der Spielzeit 2021/22 zur Aufführung einer der wohl inspiriertesten, brillantesten und tiefgründigsten Opern der Musikgeschichte ein. Der politisch hochbrisante Stoff, welcher zur Zeit der französischen Revolution ein Skandal war, weckte das Interesse des Wiener Komponisten. In Mozarts Figaro rumort eine spöttische Umbruchsenergie, die die Verhältnisse zum Tanzen bringt. Es geht um verwirrende Intrigen verbunden mit Gesellschaftskritik und ganz nebenbei musikalisch berührend ausgeleuchtete Seelenporträts der Protagonisten. Susanna und Figaro – Bedienstete im Hause des Grafen Almaviva – wollen heiraten, doch der Graf hat ein Auge auf die Braut seines Dieners geworfen und droht den beiden den Tag zu verderben, der doch der schönste in ihrem Leben sein sollte.

Zum W-Seminar „Musiktheater“ gehört neben all theoretisch Gelerntem und wissenschaftlich Erarbeitetem auch ein Opern- und/oder Musicalbesuch. Dass man pandemiebedingt vor der Abgabe der Seminararbeit im Rahmen einer Schulveranstaltung noch in den Genuss einer praktischen Aufführung kommen würde, damit hatte man eigentlich schon gar nicht mehr gerechnet. Umso größer war die Begeisterung - nicht nur im W-Seminar, sondern auch bei weiteren musikbegeisterten Schülerinnen und Schülern der Q12 - dass ein Opernbesuch nun doch noch stattfinden konnte. Schnell war man sich einig, dass auch die elegante Kleiderordnung getreu dem Motto „Overdressed“ zu einem Highlight des Abends werden sollte. Trotz der kurzfristigen Planung, den 3G-Regelungen und der Maskenpflicht wurde der Opernbesuch mit einer Aufführungsdauer von äußerst kurzweiligen und amüsanten drei Stunden zu einem ganz besonderen musikalischen Erlebnis.

Julia Ebner-Putz, StRin

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